Besuch bei unserer Partnergemeinde Potsdam

Nach dreieinhalb Jahren hat es endlich geklappt, dass wir mit etwa 20 Achimer Geschwistern zu einem weiteren Besuch in unsere Partnergemeinde Potsdam reisen konnten. Zur Erinnerung: Am Internationalen Kirchentag 2014 konnte sich jede Gemeinde anhand eines gefĂŒllten Schuhkartons vorstellen und damit Kontakt zu einer Partnergemeinde finden. Potsdam hat dabei mit der Wahl unserer Gemeinde einen Volltreffer gelandet! 😊

Nach dem Gottesdienst zum Himmelfahrtstag hier in Achim hieß es sich schnell stĂ€rken, Koffer und Taschen ins Auto und los! Nach und nach trafen wir alle in Potsdam ein, was jedes Mal ein fröhliches Hallo gab. Die Vorfreude auf die gemeinsamen Tage und auf das Wiedersehen mit unseren Potsdamer Geschwistern, die uns inzwischen ja schon sehr ans Herz gewachsen sind, war groß!

Am Freitag nahm ein Teil der Reisegruppe an einer FĂŒhrung durch das prachtvolle Schloss Sanssouci teil, wo man die kunstvoll gestalteten RĂ€ume und im Musikzimmer sogar Originalinstrumente aus dem 17. Jahrhundert bewundern konnte. Ein Spaziergang durch den wunderschön angelegten Park rundete diesen Ausflug ab.

Die anderen Reiseteilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich im Filmpark Babelsberg umzusehen. Hier waren bekannte Filmfiguren wie das „SandmĂ€nnchen“, Requisiten wie „Peter Lustigs Bauwagen“, die Lokomotive „Emma“ sowie viele Kulissen im Original und als Nachbau zu bestaunen, dazu konnten wir den Ablauf einer Fernsehsendung miterleben und interessante Einblicke in die Arbeit der Filmprofis nehmen. Das Spannendste war aber natĂŒrlich das 4-D-Actionkino sowie die Stuntshow!

Voller bunter EindrĂŒcke trafen wir uns am Abend zum gemeinsamen Pizza-Essen mit einem Teil unserer Potsdamer Geschwister und erlebten ein erstes fröhliches Beisammensein mit vielen schönen GesprĂ€chen.

FĂŒr den Samstag hatten sich unsere Gastgeber etwas Besonderes ausgedacht: ZunĂ€chst machten wir zusammen mit ihnen eine Wanderung durch den Park Babelsberg – eine wunderschöne GrĂŒnanlage mit verschiedensten GebĂ€uden, darunter ein Schloss und ein Turm wie aus einem MĂ€rchen! Es gibt dort auch eine ehemalige Gerichtslaube, die im 19. Jahrhundert mit Originalteilen aus dem 13. Jahrhundert wiedererrichtet wurde. Mit einem herzlichen Gebet und einem Lied gedachten wir derer, die dort damals verurteilt worden sind.

Gleich zu Beginn unserer Wanderung wurden wir mit „Speis‘ und Trank“ willkommen geheißen, und spĂ€ter konnten wir uns mit einem liebevoll vorbereiteten Picknick fĂŒr Teil 2 des Ausflugs stĂ€rken: einer tollen Schiffsrundfahrt ĂŒber die Havelseen. Dabei konnten wir unsere mĂŒden FĂŒĂŸe ausruhen und erfuhren viel Interessantes zur Geschichte der GebĂ€ude rund um die Seen.

Und dann ging es auch schon zu Teil 3: Mit der Straßenbahn machten wir uns auf zu unserer Kirche in Potsdam, wo viele liebe HĂ€nde schon ein leckeres Grillbuffet fĂŒr uns vorbereitet hatten. Das haben wir alle sehr genossen – mehr noch aber das schöne Miteinander! Das ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl wurde noch verstĂ€rkt, als wir in einem Quiz ĂŒber Achim und ĂŒber Potsdam in gemeindeĂŒbergreifenden Gruppen unser Wissen unter Beweis stellen konnten. Gemeinsam wussten wir ganz schön viel, und die ausgelosten „Sieger“ wurden mit einem Buchgeschenk belohnt.

Unser Gastgeschenk fĂŒr die Gemeinde Potsdam war dieses Mal eine Strauchpflanze fĂŒr den Kirchengarten, die „unserem“ TannenbĂ€umchen vom letzten Mal sicher gute Gesellschaft leisten wird.

Wie jeden Abend ließen wir auch diesen Tag wieder in fröhlicher Runde ausklingen.

Am Sonntag erlebten wir einen gemeinsamen Gottesdienst und wurden so herzlich aufgenommen, dass wir uns genauso wohl wie zu Hause in Achim fĂŒhlten. Nach dem Gottesdienst bat der Dienstleiter Evangelist Podobinski uns Achimer, nach vorn vor den Altar zu kommen. Gemeinsam mit der ganzen Gemeinde sangen wir dort das altbekannte Lied „Der Herr ist mein Licht und mein Heil“. In diesen Momenten fĂŒhlten wir uns – in Anlehnung an den Namen des besichtigten Schlosses – „sans souci“, was „ohne Sorge“ bedeutet. Wir konnten spĂŒren, dass wir einfach zusammengehören und auf demselben Weg gehen.

Und wieder wurden wir mit leckerem Essen verwöhnt, bevor wir uns dann leider auf den Heimweg machen mussten. Wie bei unserem Besuch zuvor, fiel der Abschied auf beiden Seiten sehr schwer. Es wird sicher nicht lange dauern, bis wir die Potsdamer Geschwister bei uns in Achim begrĂŒĂŸen können – oder wieder hinfahren! 😊

Danke an alle hier und in Potsdam, die diese Reise vorbereitet haben und fĂŒr einen so schönen Ablauf gesorgt haben! Und nicht zu vergessen ist auch der Dank fĂŒr die vielen Gebete, die dazu beigetragen haben, dass wir wohlbehalten hin- und hergekommen sind und eine unvergessliche Zeit in unserer Partnergemeinde erleben durften!