Bezirksapostelgottesdienst mit Wechsel in der Bezirksleitung

Seit einigen Monaten war bekannt, dass am Sonntag, den 18. Oktober 2026 nachmittags ein Wechsel in der Bezirksleitung stattfinden soll und der langjährige Bezirksältester Frank Gobrecht in den wohlverdienten Ruhestand treten wird.

Somit war viel Zeit zur Vorbereitung und auch zur Vorfreude auf die Begegnung mit Bezirksapostel David Heynes und Apostel Dirk Schulz, die beide ihr Kommen nach Bremen-Arsten zugesagt hatten. Mit eingeladen wurde die Gemeinde Bremen-Osterholz, während die anderen Gemeinden des Bremer Bezirks per IPTV-Übertragung live dabei waren. Nach intensiven Proben von Chor und Orchester, sowie einer gut geplanten Rundum-Versorgung des Orga-Teams stand dem Gelingen des Gottesdienstes nichts mehr im Wege.

Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort aus Johannes 6, Verse 11 und 12, in denen es um die Speisung der Fünftausend ging. Der Bezirksapostel sprach zuerst davon, dass wir auch Erwartungen an Gott haben dürfen, wenn wir in den Gottesdienst kommen, wie z.B. Gott greifbar im Alltag erleben zu können. Als nächstes betonte er den Dank, den wir Gott entgegen bringen können. Denn oft sehen wir den Mangel, sehen das, was wir nicht haben. Auch im Gebet nimmt das, was wir uns von Gott wünschen oft mehr Platz ein als das, wofür wir Gott danken können. So wie Jesus damals zuerst dem lieben Gott für die fünf Brote und zwei Fische dankte, wollen wir in unserem Leben auch zuerst Gott danken! Bei der Speisung gab Jesus den Menschen, soviel sie wollten. Auch uns gibt er Gnade und Frieden in Fülle und ewiges Leben! Wir müssen nur zu ihm kommen. Alle zusammen kommen wir in EINE Gemeinde, in der sich alle wohlfühlen wollen. Das gelingt, wenn wir uns gegenseitig wertschätzen und uns in die Gemeinschaft einbringen. 

Als erster Co-Prediger wurde Bezirksältester Gobrecht gerufen, der in seinem letzten Mitdienen dankbar in die Gemeinde blickte und sich vornehmen will, bereits am Morgen Gott dafür zu danken, dass er durch den Tag hindurchführen wird. In dem vom Chor vorgetragene Lied „Jesus, bleib in meinem Leben“ berührte ihn die Zeile, in der es heißt, dass Gott uns guten Menschen anvertraut hat! Auch ein Grund dankbar für die guten Menschen zu sein, die uns begleitet haben, und dazu noch die Aufmunterung, selbst ein guter Mensch für das eigene Umfeld zu sein.

Zum Abschluss des Predigtteils wurde Apostel Schulz an den Altar gerufen. Er führte ein Beispiel von Noah an, als dieser nach Ende der Sintflut beim Anblick der Verwüstung als erstes einen Altar aus Steinen baute, um Gott für Bewahrung zu danken und ihn um Segen für alles Weitere zu bitten. In dem Dank machen wir uns bewußt, dass Gott uns das Leben geschenkt hat, und dass wir seine Kinder sein dürfen.

Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahls bildeten den Höhepunkt des Gottesdienstes.

Nach dem Chorbeitrag „Kein Wörtlein geht verloren“ schaute der Bezirksapostel auf die fast 40jährige Amtszeit des Bezirksältesten zurück und dankte Gott dafür, dass dies so möglich war. Frank Gobrecht diente als wahrer Seelsorger, war sanftmütig und eins in der Verbindung zu seinem Apostel. Von Segenswünschen begleitet wurde er in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Er bekam nicht nur einen Blumenstrauß, sondern auch ein Erinnerungsbuch aus dem Bremer Bezirk überreicht.
Nahtlos weiter ging es mit der Beauftragung des Bezirksevangelisten Matthias Lackner als neuen Bezirksvorsteher für Bremen und der Ernennung von Priester Stefan Hueck zum weiteren Bezirksvorstehervertreter. Beiden wünschte der Bezirksapostel alles Gute, viel Segen und viel Freude im Dienen!

Chor, Orgel und Solo-Sopranistin beendeten den Gottesdienst mit dem Vortrag des Liedes "Selig, sind die das Wort Gottes hören“ auf beeindruckende Weise. Im Anschluss setzte das große Orchester mit wunderschönen Vorträgen aus dem englischen Gesangbuch den musikalischen Schlusspunkt. Nach der Verabschiedung blieb noch Zeit um Gemeinschaft zu pflegen. Auch für das leibliche Wohl war sehr gut gesorgt worden. Es gab zwar keine Brote und Fische und es mussten auch keine zigtausend Menschen gespeist werden. Aber alle Anwesenden konnten sich nehmen, soviel sie wollten und am Ende wurde auch dafür gesorgt, dass alle übrigen Speisen noch verteilt werden konnten.